MDH Breathing Coorination für Sprecher und Schauspieler

MDH Breathing Coordination für Sprecher und Schauspieler

Damit eine Stimme mühelos auch in größeren Räumen und über einen längeren Zeitraum trägt, ohne Überlastungserscheinungen zu zeigen, ist es es wichtig, dass  Atemdruck und Stimmlippenspannung optimal auf einander abgestimmt und koordiniert sind. Nur dann erreicht die Stimme maximalen Klangreichtum und gute Tragfähigkeit mit minimalem Aufwand.

Da Atemdruck und Stimmfunktion systemisch zusammenhängen – eines ist vom anderen (rückkoppelnd) beeinflusst – unterstützt ein effizient geführter Atem die Stimme. Ebenso nimmt auch die Stimme durch die Verschluss-Spannung gegen die Luft in der Lunge Einfluss auf die Atemmuskulatur. Dieses Zusammenspiel macht sich die MDH Breathing Coordination zunutze und ist daher eines ihrer Grundprinzipien.

Für Sprecher ist ein effizienter Umgang mit dem Atem damit Voraussetzung für einen guten Einsatz der Stimme. Auch hier kommt ein Prinzip der MDH Breathing Coordination zum tragen: gelingt es die an der Atmung beteiligten Körperstrukturen zu einer guten Koordination zu bringen, kann das Zwerchfell im Brustraum höher steigen und mehr verbrauchte Luft aus der Lunge bewegen.

Diese effiziente Ausatmung belässt nur einen kleinen Teil Restluft in der Lunge. Die daraus folgende druckfreie als „passiv“ wahrgenommene Einatmung führt zu einer optimalen Einatemluft-Menge: es gelangt genug Luft in die Lunge, um den Sauerstoffbedarf zu befriedigen.  Das verbreitete „Überatmen“ und „Sich-Vollpumpen“ lässt sich so durch eine effiziente Ausatmung vermeiden.

Die Strukturen des Atmungssystems bleiben flexibel und können auf die Anforderungen der Stimme reagieren. Der Druck unter dem Kehlkopf ist nicht zu hoch. Die Stimme kann „frei“ schwingen.

Durch die gute Sauerstoffversorgung des Körpers beruhigt sich das Nervensystem, was eine positive Wirkung auf die „Stress-Situation“ eines wie auch immer gearteten Auftritts hat und die auch negativen Auswirkungen des Lampenfiebers abmildern kann.