Historie der Breathing Coordination und Carl Stough

Historie der Breathing Coordination und Carl Stough

Das Konzept der Breathing Coordination  wurde in den 50er Jahren durch den US-amerikanischen Chorleiter und Stimmpädagogen Carl Stough begründet.

Aufgrund seiner Erfolge in der Stimm- und Atemschulung von Chor-Sängern bat ihn ein Veteranen-Hospital 1958, seine Erfahrungen und Fähigkeiten im Training der Atem- und Stimmfunktion in der Therapie von Lungen-Emphysem-Patienten einzusetzen und weiterzuentwickeln.

Durch Studien am Röntgen-Leuchtschirm bemerkte er, wie stark das Zwerchfell als Hauptmuskelorgan des menschlichen Körpers durch entsprechende Übungen trainierbar ist. So ließen sich Form und Auslenkung des Zwerchfells beim Atemvorgang positiv verändern und zu einer für den  effizienteren Gasaustausch notwendigen Funktion (zurück)führen; viele Atemfehler und Brustkorb-Abnormalitäten wie Tonnenbrustkorb oder verdrehte Rippen konnten behoben werden.

Als „Nebeneffekt“ des effizienter koordinierten Atems wurde auch der Stimmklang deutlich verbessert: Die Stimmen der Klienten klangen natürlicher, kraftvoller und obertonreicher.

Auch für Sportler hat sich die Breathing Coordination als sehr hilfreich erwiesen: Im Jahre 1968 konnte Carl Stough die Läufermannschaft der Vereinigten Staaten auf die besonderen Anforderungen des Laufens in großer Höhe für die Olympischen Sommerspiele in Mexiko erfolgreich vorbereiten.

Carl Stough selbst hat niemals ein Ausbildungssystem für die von ihm entwickelte „Breathing Coordination“ konzipiert, jedoch konnte seine Assistentin und ehemalige Direktorin des Carl Stough Instituts in New York, Lynn Martin, aufgrund langjähriger Zusammenarbeit mit ihm die Arbeit nach seinem Tod im Jahr 2000 erfolgreich fortsetzen.

Robin de Haas stieß im Rahmen seiner Nachforschungen für eine Abschlussarbeit auf das Konzept der Breathing Coordination und traf das erste Mal Lynn Martin. Überzeugt, dass sich die Konzepte erfolgreich auch an andere vermitteln lassen, entwickelten Robin de Haas und Lynn Martin das Ausbildungskonzept „Practitioner für Breathing Coordination nach Lynn Martin und Robin de Haas“.